Voraussetzungen für die Hausgeburt

Grundsätzlich kann jede Frau, die gesund ist und einen normalen Schwangerschaftsverlauf hat, eine Hausgeburt planen. Alter, Familienstand und Zahl der Schwangerschaften spielen überhaupt keine Rolle!

Auch die Wohnverhältnisse sind unwichtig ­ da kommt es darauf an, ob es Frau etwas ausmacht, z. B. in einem hellhörigen Mietshaus ihr Baby zur Welt zu bringen.

Während der Geburt selbst wird niemand daran einen Gedanken verschwenden, aber diese Bedenken können im Vorfeld hinderlich sein. Heizung und fliessendes Wasser sollten vorhanden sein, am besten auch ein eigenes Badezimmer (es geht aber notfalls auch ohne).

Natürlich muss auch das Baby mitspielen ­ es muss passend gross und gut versorgt sein, mit dem Kopf nach unten liegen und nicht im Doppelpack vorhanden sein. Auch die Plazenta darf nicht zu tief sitzen .



Das wichtigste aber:
der Partner muss einverstanden sein!

Fühlt sich der Partner nicht wohl damit, ist auch keine entspannte Atmosphäre da, und das kann die Geburt sehr schwierig machen.

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Bei normal verlaufender Schwangerschaft und ohne schwerwiegende Vorerkrankungen steht einer Hausgeburt nichts im Wege. Probleme mit zu hohem Blutdruck, zu kleinem Kind, eine voroperierte Gebärmutter, aber auch Herz- oder Stoffwechselkrankheiten der Mutter und andere Erkrankungen können zu Hause zu großen Schwierigkeiten führen.


Mit interessierten Paaren führe ich grundsätzlich ein ausführliches Gespräch über den normalen Ablauf zu Hause, Probleme, die auftreten können, und welche Massnahmen wir dann ergreifen.


Bleiben die Eltern bei dem Wunsch, ihr Kind zu Hause zur Welt zu bringen, schließen wir einen Vertrag ab, der mich verpflichtet, die Hausgeburt zu ermöglichen.

Aus diesem Vertrag können die Eltern bis zur Geburt des Kindes jederzeit aussteigen, ich aber nur, wenn entweder ein medizinischer Grund vorliegt, die Geburt nicht zu Haus stattfinden zu lassen, oder ich eine andere Hebamme als Ersatz stellen kann.

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Als nächstes schaue ich mir zusammen mit den werdenden Eltern den geplanten Geburtsort an und wir sprechen eine Liste mit Dingen durch, die für die Geburt vorhanden sein müssen (die Unmengen von heissem Wasser, die in den Filmen immer benötigt werden, brauchen wir übrigens nicht!).

Drei Wochen vor dem errechneten Termin beginnt die Rufbereitschaft und ich deponiere einige Notfallmedikamente bei den werdenden Eltern zu Hause.

Ja, und dann warten wir.


Wir warten bis zum zehnten Tag nach dem errechneten Termin. Während dieser Zeit ist die Betreuung engmaschiger, in der Regel zweitägig. Im Einzelfall entscheide ich, ob wir länger als zehn Tage in Bereitschaft bleiben.

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[Hebamme Blomeier hoerrohr]











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